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Arbeitsmarkt Deutschland 2019

Neues Jahr, neue Krise? Keineswegs! Experten sehen den Arbeitsmarkt 2019 als sehr stabil – mit guten Jobchancen. Zwar sei die Zahl der Arbeitslosen im Januar verglichen mit dem Vormonat gestiegen, jedoch sei dies der “normale” Effekt aufgrund der saisonbedingten Winterpause. Insbesondere Außenberufe (z.B. Baugewerbe, Landwirtschaft, Gärtnereien) ruhen wegen des kalten Winterwetters. Dadurch trennten sich viele Betriebe im Winter von einem Teil ihrer Belegschaft. Die Prognose für Januar sehe ohne diesen Effekt so aus, dass die Zahl der Arbeitslosen sogar gesunken wäre.

Gute Jobchancen auch für Migranten

Um die Risiken für Diskriminierung am Arbeitsmarkt abzubauen, möchten Bundesregierung und die Bundesagentur für Arbeit ihre gemeinsame Zusammenarbeit stärken. Durch diese Kooperation sollen die Jobchancen von Migranten verbessert werden. Laut eigenen Aussagen sollen die Chancen von Migranten auf dem Arbeitsmarkt erhöht werden. Gleichzeitig wolle man die Risiken für Diskriminierung abbauen. Ein besonderes Augenmerk möchte man dabei vor allem auf Frauen mit Migrationshintergrund legen, um deren Möglichkeiten auf dem Ausbildungs- und Arbeitsmarkt zu fördern. Zudem sollen junge Migranten und auch deren Eltern zukünftig besser beraten und informiert werden. Auch bei dem Weg von der Schule in das Berufsleben sollen Migranten künftig Unterstützung finden.

“Arbeit ist ein Schlüssel für Integration und hilft dabei, gesellschaftlich Fuß zu fassen”.

Integrationsbeauftragte der Bundesregierung, Annette Widmann-Mauz (CDU).

Laut einer Prognose von Detlef Scheele (Vorstandschef der BA), würden im Jahr 2019 ca. 60.000 bis 70.000 Flüchtlinge einen Job finden. Ein wichtiger Punkt in diesem Zusammenhang sei der verbesserte Spracherwerb, welcher sich mit der Zeit verfestigt habe. Auch die Bundesagentur für Arbeit bestätigt die steigende Anzahl an Flüchtlingen die in Deutschland einen Job finden. Während im Sommer 2013 noch ca. 61.000 Flüchtlinge in Deutschland einen Job hatten, waren es im Jahr 2017 bereits 157.000 Menschen aus den wichtigsten Asylherkunftsländern – Syrien, Afghanistan, Pakistan, Iran, Irak, Somalia, Nigeria und Eritrea. Aktuell haben laut Angaben der BA ca. 370.000 Flüchtlinge einen Job in Deutschland.

Steigende Anzahl an Minijobbern

Berichten zufolge sind in deutschen Privathaushalten immer mehr Menschen auf Basis eines Minijob tätig. Die Zahl der regulär angemeldeten Hilfskräfte beträgt aktuell rund 364.000 und habe sich seit dem Jahr 2008 verdoppelt. Die meisten Minijobber seien dabei Frauen und mit rund 90% fällt der Großteil der angemeldeten Jobs auf Putztätigkeiten zurück.

Der aktuelle Arbeitsmarkt auf einen Blick


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